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Neues aus Ghana
02 / 2021



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Frühling kommt! Ein blaues Band, flattert heute übers Land.

Frühling kommt! Der Sonne Schein, lässt die Seelen leichter sein...


Diese Zeilen frei nach Elke Bräunling beschreiben sehr schön den Aufbruch nach einem harten Winter. Allen ist die letzte Zeit schwer gefallen, die mit großen Einschränkungen verbunden war. Besonders in Ghana haben viele Menschen ihre Arbeit verloren, auch der Hunger ist nach Nayorku zurückgekehrt!

Durch Eure Solidarität und Unterstützung konnten wir zumindest für unsere Schülerinnen und Schüler und deren Familien etwas tun: Wir haben nach einem Hilferuf unseres Direktors schnell und unbürokratisch eine Soforthilfe mit Mais organisiert, die für die nächsten Wochen die Auswirkungen des Hungers lindert.

Zusätzlich konnten wir auch das Bildungsangebot in unserer Schule verbessern: Seit Anfang März haben wir zehn Laptops in Betrieb, mit denen endlich die Grundlagen im Umgang mit Computern vermittelt werden können.

Unser Newsletter hat einen neuen Anstrich bekommen, wir würden uns freuen, wenn Ihr uns rückmeldet, wie Euch das neue Design gefällt!

...und nicht genug: Durch Eure großzügigen Spenden konnten wir zu Ostern gleich zwei neue Bauprojekte starten und damit Einkommen für Menschen in der Region schaffen und Zeichen des Aufbruchs setzen!


Seid verständnisvoll für andere, haltet durch und lasst nicht den Hass in Eure Herzen...


Frühling kommt! Wie wunderbar! Hört nur! Seht! Bald ist er da!


Johanna, Torsten und Katharina

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Johanna Sander

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Torsten Schwetje

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Katharina Schmidt


Inhalt

1. Anifa - was Patenschaften bewirken

2. Computer für Nayorku

3. Mitgliederversammlung HibeKi

4. Mais als Soforthilfe

5. Erneuerung der Krankenversicherung

6. Baubeginn - wir starten wieder!


1. Anifa - was Patenschaften bewirken

Schon öfter haben wir über Anifa berichtet, eine Schülerin, die Johanna bereits bei ihrem ersten Besuch in Nayorku in 2011 kennengelernt hatte. In den Zeitungen konnten wir einen Bericht platzieren, der über ihre Entwicklung und damit auch über die Entwicklung der Schule berichtet. Erschienen ist der Artikel in der Leine-Deister-Zeitung, aber auch in anderen regionalen Blättern in Nordstemmen, Sibbesse, Bad Salzdetfurth und andere mehr. Lest Euch den Artikel durch, es lohnt sich!  😊



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Einer der Artikel zum Thema "Patenschaften" in mehreren Zeitungen





2. Computer für Nayorku


Anfang März war es soweit: Wir haben 10 Laptops in unserer Schule in Empfang genommen! Damit sind wir die erste Schule in der Region West Mamprusi, die Computer im Unterricht einsetzt!

Was auf den ersten Blick wie ein Luxus anmutet, ist auf den zweiten Blick dringend erforderlich, um den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden. Google, Email und Internet sind wesentliche Bestandteile eines modernen Lebens und viel wichtiger: der Umgang damit sind mittlerweile Basis-Kompetenzen geworden, die zu den Grundbedürfnissen gehören.



        
Die erste Unterrichtsstunde mit den neuen Computern...
An den Laptops können unsere Schüler angeleitet den Umgang mit google erfahren, die Grundlagen von Word und Excel lernen und eines von mehr als 200 Lernprogrammen ausprobieren, die bereits auf den Laptops vorinstalliert sind. Bereitgestellt wurden die Laptops von labdoo.org, ein gemeinnütziger Verein, der brauchbare Laptops einsammelt und für den Einsatz in Ländern wie Ghana fit macht. Labdoo hat uns die Rechner für eine sehr geringe Gebühr zur Verfügung gestellt, der Transport, den wir über Ghana Cargo veranlasst haben, lag bei 70 Euro. Insgesamt also eine sehr preiswerte Möglichkeit, um hochwertigen Computer-Unterricht zu initiieren.

Möglich wurde das vor allem durch Laura, die für uns das Projekt bereits vor mehr als einem Jahr gestartet hat. Das Projekt hat uns immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, die kreative Lösungen erforderten. So hingen beispielsweise die Laptops coronabedingt monatelang im Hafen von Accra fest und tauchten weitere Wochen später in Kumasi auf anstelle am Bestimmungsort.  Das ist ungefähr so, als wenn man ein Paket von München nach Hamburg senden will und es in Stuttgart auftaucht.



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Der IT-Lehrer erklärt den Aufbau eines Computers.




Auch der Transport der Zusatzgeräte zur Anbindung an das Internet konnte nur durch Improvisation gelöst werden. Natascha konnte hierfür kurzentschlossen einen Busfahrer eines Überlandbusses überreden, das Paket mitzunehmen und in der Frühe in unserer Schule abzuliefern.  

Wir haben bereits eine Email von Sumaila erhalten, einer der besten Schüler auf unserer Schule. DER Beweis, dass es klappt. Sumaila hat vorher noch nie eine Email geschrieben. Wir freuen uns riesig! Wir sind damit einen riesengroßen Schritt vorangekommen auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Bildungsvermittlung.

Unser herzlichster Dank geht an alle Beteiligten, insbesondere an labdoo.org, an Laura für die Projektorganisation und an Natascha für die „Improvisationskunst“ in Accra. 

DANKE!
        

3. Mitgliederversammlung HibeKi

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung werden wir am 

Sonntag, 30. Mai um 10:00 Uhr 
in der ARS SALTANDI Dance & Drama School 

abhalten. Je nach Möglichkeit werden wir diese in Präsenz, und / oder ONLINE durchführen. Bitte merkt Euch diesen Termin schon vor. 


Alle VEREINS-Mitglieder erhalten weitere, separate Mails mit den Einzelheiten und zur Organisation und Ausgestaltung der Versammlung.

Alle FÖRDER-Mitglieder erhalten diesbezüglich keine weiteren Mails, gerne könnt Ihr durch einfache Nachricht an uns zum Status Fördermitglied wechseln. 

Eine weitere Besonderheit soll im Anschluss stattfinden: Da die ersten Schülerinnen und Schüler im Herbst 2022 unsere Schule verlassen, möchten wir eine Workshop-Reihe auflegen, um herauszufinden, wie die Strategie von HibeKi mit Schulabgängern sein soll. Wie kann HibeKi den Einstieg in das Berufsleben unterstützen? Hierzu wird es 6 Termine über die folgenden Monate verteilt geben, zu denen jeder Teilnehmer des Workshops einen Beitrag leisten soll. Es ist eine separate Anmeldung erforderlich. Wir werden Euch das Konzept in einer Folge-Mail näher vorstellen.


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Unsere letzte Vereinsversammlung war schon teilweise digital.



4. Mais als Soforthilfe

Um Corona zu bekämpfen, hat Ghana sehr ähnliche Maßnahmen gewählt wie sie auf der ganzen Welt üblich sind, z.B. die Festlegung von Verhaltensmaßnahmen, wie z.B. Mindestabständen und auch “lockdowns“.

Die wirtschaftlichen Folgen sind aber mindestens ebenso gravierend, wie hier in Deutschland auch: Hohe Einkommensverluste und Verringerung des Lebensstandards. Nur während hier trotz Verlusten niemand Hunger leiden muss, sieht das in den armen Gegenden von Ghana anders aus: Tagelöhner, die am Morgen das Geld verdienen, das sie abends ausgeben, um zu essen, haben weniger Jobs und auch Aufträge gibt es deutlich weniger.

Dazu kommt, dass im Moment die sogenannte „lean season“ herrscht, also die Zeit zwischen den Ernten. Der Ertrag der alten Ernten ist aufgegessen, die neue Ernte gibt es noch nicht. Deswegen haben wir uns kurzfristig nach einem Hilferuf des Direktors Jonathan Baniyire Sambayom entschieden, Sofortmaßnahmen zu ergreifen, um die schlimmsten Folgen des Hungers, - zumindest für unsere Kinder und deren Familien – abzufedern.



           
Die Verteilung von Mais hilft, die härtesten Auswirkungen von Hunger abzufedern.   



Wir haben für jeden Schüler einen Sack Mais gekauft, der für eine Familie in etwa einen Monat reicht. Dieses konnten wir dank der Rücklagen, die wir für solche Fälle geschaffen haben, bezahlen, gesamt etwa 2.500 Euro. Auch in den Jahren zuvor mussten wir zu so einer Maßnahme greifen, allerdings deutlich später, meist erst Ende April / Anfang Mai.

Wir hoffen, dass wir durch Schulbildung und Verbesserung der Infrastruktur in Nayorku zukünftig immer weniger solche Maßnahmen ergreifen müssen, im Moment ist es aber leider der aktuelle Stand.

        

                          
Die Freude über die Unterstützung mit Mais ist groß, alle lassen ihren herzlichsten Dank ausrichten!  



5. Erneuerung der Krankenversicherung

Schon seit Gründung des Vereins HibeKi bezahlen wir jährlich die Krankenversicherung für die Kinder unserer Schule. Diese Maßnahme hat sich als bezahlbar und vor allem sinnvoll erwiesen, da hierdurch eine grundlegende medizinische Versorgung gewährleistet wird.



            
Alle Schüler warten vor dem Gebäude der Gesundheitsbehörde, um sich für die neue Krankenversicherung anzumelden



Wenn jemand in Ghana krank wird, kann er nur dann zum Arzt gehen, wenn er das Geld dafür hat. Durch die Krankenversicherung werden zwar nicht alle Fälle, aber zumindest die Grundversorgung abgedeckt, so dass z.B. bei einem Beinbruch eine Behandlung erfolgen kann, ohne die Kosten für die Behandlung aufzubringen, die oft „unbezahlbar“ für die Einwohner von Nayorku sind.



      
Ein Highlight sind immer die Softdrinks auf dem Weg zur Gesundheitsbehörde.


Für die Kinder ist die Erneuerung der Krankenversicherung immer ein besonderer Tag: Es werden Trotros gemietet, um sie in die benachbarte Stadt zu bringen, da sie persönlich zugegen sein müssen für z.B. Fotos. Mittags gibt es einen Softdrink und einen Snack, eine willkommene Abwechslung vom Alltag.



     
Für jeden Schüler gibt es einen Softdrink und einen kleinen Snack




6. Baubeginn - wir starten wieder!

Die beste Nachricht kommt zum Schluss: Dank der wachsenden Zahl an Spendern konnten wir gleich zwei neue Projekte starten: Wir wollen eine Kantine bauen, damit die Kinder die Mahlzeit nicht mehr auf dem Boden sitzend einnehmen müssen und bauen gleichzeitig weitere sanitäre Anlagen auf dem Gelände unserer neuen Junior High School. Die ersten Spatenstiche wurden durchgeführt – über den Fortschritt halten wir Euch auf dem Laufenden. HERZLICHEN DANK AN ALLE, die diese Arbeit durch ihre Unterstützung erst möglich gemacht haben!.. 😊


     
Die neue Kantine befindet sich direkt hinter der bisherigen Küche



     
Die Bausteine für die neuen Gebäude werden direkt vor Ort hergestellt




     
Bauarbeiten sind immer noch Handarbeiten. In der Sonne Ghanas kann das sehr anstrengend werden.






     
Bauarbeiten sind immer noch Handarbeiten. In der Sonne Ghanas kann das sehr anstrengend werden.


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Was Patenschaften bewirken,...
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Torsten Schwetje
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